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Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
die Fraktion Für Moers stellt den Antrag bei der Namensgebung des momentan im Neubau befindlichen alten Rheinpreussen Stadions, den Traditionsbegriff „Rheinpreussen“ wieder zu verwenden, denn nur durch die Initiative der Zeche Rheinpreussen kam es zur Entstehung des Sportplatzes.

Rheinpreussen Stadion vor dem Abriss
Begründung:
Franz Haniel, Pionier des Steinkohlebergbaus am linken Niederrhein, ist im Jahre 1854 in Homberg auf Kohle gestoßen und hat nach zähen Verhandlungen 1857 das Grubenfeld Rheinpreussen erhalten. Bis zum Jahre 1962 wurde auf der Zeche Rheinpreußen Schacht 4 Kohle gefördert. Erst im Jahre 1990 wurde die Förderung auf Schacht 5/9 eingestellt. Der Bergbau war wirtschaftlich, sozial und kulturell prägend für die Stadt. Die Traditionen, Werte und Tugenden unserer Bergleute dürfen nicht vergessen werden. Die daraus hervorgehende Zechensiedlung, die Kolonie Meerbeck, ist eine 105 ha große ehemalige Bergarbeiter-Siedlung in Moers am linken Niederrhein, Teil des Kreises Wesel.

Vor dem Baubeginn des Schachtes 4 der Zeche Rheinpreussen im Jahr 1900 war Meerbeck ein Dorf mit rund 200 Einwohnern. Erst als 1904 die Förderung aufgenommen wurde, begann der Bau der Siedlung und die Unterstützung der sportlichen Aktivitäten seitens der Schachtanlagen von Rheinpreussen. Es kamen Reichsdeutsche aus Oberschlesien oder dem Ruhrgebiet, Slowenen, Deutsch-Österreicher, Böhmen und Tschechen, Ungarn und Polen. Das Völkergemisch verstand sich gut, die Not der Arbeiterfamilien zwang zu Solidarität und Nachbarschaftshilfe. Vereine, wie jener der Schlesier oder die des Arbeitersports, förderten den Zusammenhalt.

Denn es war die Zeche Rheinpreussen, die sich aufgeschlossen zeigte und dem Verein das Gelände unserer heutigen Platzanlage zur Verfügung stellte. Es wäre ein weiteres Beispiel für die gelebte Tradition. Zusammen mit der überdimensionierten Grubenlampe von Otto Piene auf der Halde Rheinpreussen, und der gut erhaltenen Bergarbeiterkolonie Meerbeck. In dieser Siedlung leben bis heute unzählige Menschen, die mit den Unternehmungen des Bergbaus verbunden sind.

Mit freundlichen Grüßen
Dino Maas
(Fraktionsvorsitzender der Fraktion Für Moers)